Archiv für die Kategorie ‘informatik’

Meine 7. Klasse (11. Schulstufe), die ich im Wahlpflichtfach Informatik unterrichte, und ich hatten schon seit mehreren Monaten vor, einmal eine Unterrichtseinheit als mit Hilfe von eLearning durchzuführen, aber irgendwie ist das dann etwas untergegangen.

Als dann meine SchülerInnen am Dienstag gefragt haben, ob wir es dann nicht endlich doch tun können, habe ich schnell zugestimmt, obwohl ich mir diese Stunde selbst nicht unbedingt dafür ausgesucht hätte, da eine der Einführungstunden in JavaScript sich meiner Meinung nach nicht unbedingt dafür einigen. Aber naja, wenn nicht jetzt in diesem Schuljahr, wann dann… 😉

Ich hab mir noch überlegt, wie ich das angehen könnte – und dann haben wir losgelegt. Anfangs über Moodle, der Chat war wichtig, aber dann sind wir auf EtherPad umgestiegen – ich hab die entsprechenden Codezeilen reingeschrieben und schriftlich versuch zu erklären, warum ich was mache. Die Fragen meiner SchülerInnen (sechs gegen mich!) kamen mindesten so schnell wie in der Schule. Nebenbei wurde natürlich auch ein bisschen Schmaä geführt – das können sie :-).

Eigentlich hats nich so schlecht funktioniert, schade nur dass wir noch nicht so weit waren, dass ich schon Aufgaben zum Selberarbeiten stellen konnte – vielleicht schaffe ich das nächstes Mal besser.

Alles in allem: Wir haben nicht ganz soviel weitergebracht wie f2f, aber für das erste Mal eLearning wars – glaub ich – nicht so schlecht. Nur für mich wars ziemlich stressig.

O-Schrift aus Etherpad:

manöverkritik:
wie fandet ihr es so?
  • sau lustig… und gmiadich..
  • bisl dereden fehlt aber sonst…
  • cool solln ma des wo raufladen
  • a bissal verwirrend, um ehrlich zu sein…
  • es is etwas verwirrend, wenn man in jede zeile hüpfen und etwas schreiben kann, sonst klasse
  • voi supa
etwas weniger haben wir schon weitergebracht, aber so schlecht wars nicht für erste mal – ich bin ganz zufrieden
  • na wir sind viel weiter gekommen…..

Dazu passt ein Video von Oliver Tacke über öffentliche Seminare im Web 2.0 – hab ich heute entdeckt:

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Digitale Identität: Das Ich im Netz

Elektrischer Reporter – Digitale Identität: Das Ich im Netz

Bildungsstandards Informatik (mikroartikel)

Veröffentlicht: 16. Dezember 2009 in bewerten, informatik, lernen

PH-Seminar, 14. Dezember 2009

Thema

Bildungsstandards Informatik

Story
  • Nachdem Bildungsstandards gerade ein wichtiges Thema sind, erschien es mir sinnvoll, mich auch über die Überlegungen, die die Standards in Informatik betreffen, zu informieren.
  • Kurz nach der Beginn des Seminars wurde uns auf die Frage, wann denn Standards für die AHS zu erwarten wären, geantwortet, dass sie nicht absehbar waren. (Die Referentin schreibt eine Dissertation über die Bildungsstandards in der AHS.
  • Grundsätzlich bin ich ja für gemeinsame Fortbildung der verschiedenen Schultypen, aber in diesem Fall sind in Ambitionen von APS und AHS doch sehr unterschiedlich. Polemisch ausgesrückt: ECDL contra Informatik-Grundlagen und Multimedia.
  • Der Vortrag verläuft sehr allgemein. Die Vortragende referiert die Grundlagen ihrer Dissertation. Sehr (!) Allgemeines über Bildungsstandards, Lehrplangrundsätze der obersten Ebene
  • Momentan scheint es mir sinnlos, dass eine Lehrveranstaltung über Bildungsstandards abgehalten wird, obwohl in der AHS bisher offensichtlich noch keine in Aussicht stehen.
Einsicht Folgerung Anschlussfragen
  • Diese Lehrveranstaltung
    war für mich nicht sinnvoll.
  • Es kamen zu viele Basics vor,
    die LehrerInnen eh schon längst alle wissen. (Wirklich!)
  • Ich kann die LV nicht
    weiter empfehlen!
  • Die Lehrpläne in Informatik sind sehr allgemein gehalten.
  • Wird oder ist der ECDL einer unserer Standards?

Wahrgenommen habe ich den Biber-Bewerb schon vor ein paar Jahren, aber erst gestern habe die die Aufgaben des letzten Jahres ausprobiert – und für gut befunden ;-). SchülerInnen müssen sich mit grundlegenden Informatik-Aufgaben auseinandersetzen, die wenig mit dem Lehrplan, aber viel mit logischem Denken, Abläufen und Rätseln zu tun haben. Meine 7. Klasse (16 – 17 J.) hatte viel Spaß daran und beschwerte sich nur ganz wenig, „dass man dabei soviel denken muss“!

Es sind Probeaufgaben ( und die Lösungen) aus dem Jahr 2008 aufrufbar nach den Kategorien:

Nach der deutschen Biber-Seite scheint heuer eine weitere Altersuntergliederung vorgenommen worden zu sein (5/6, 7/8, 9/10, 11/13).

Ganz abgesehen vom Wettbewerb: die Beispiele lassen sich wunderbar im Informatik-Unterricht einsetzten: damit die SchülerInnen auch sehen, was abgesehen von allen Anwendungen, eigentlich das Thema der Informatik ist.

 

 

Ausbruch aus Flash

Veröffentlicht: 31. Oktober 2009 in Animation, computer, informatik, unterricht
Schlagwörter:

Der Film „Animator vs Animation“ ist auch nicht mehr ganz neu, aber ich habe ihn gerade wiederentdeckt. Für Flash-UserInnen ein Muss. Gefällt sicher auch meinen SchülerInnen, wenn wir die ersten Stunden damit verbracht haben.

Binärrechnen üben

Veröffentlicht: 22. Oktober 2009 in computer, informatik, schule

Ich habe gerade das coole Cisco Binary Game  entdeckt. Es hat bei mir und meinen SchülerInnen einen Binär-Rechnen-Exzess hervorgerufen. Soviel Spaß hat es noch nie gemacht. 😉

Es ist ein bisschen wie Tetris und Rechnen gemeinsam.

Ich habe gerade ein bisschen mit Scratch herumgespielt – meine SchülerInnen bekommen im nächsten Schuljahr einen anderen Zugang zu Variablen und dem Umrechnen von Dezimal- in Binärzahlen.

Scratch Project

Abenteuer Informatik Teil 2

Veröffentlicht: 25. März 2009 in didaktik, informatik

Buch ausgelesen – ein Sachbuch, für mich so spannend wie ein guter Roman und genau so komfortabel.
In dern Kapiteln fünf bis neun habe ich erfahren, wie Datenkomprimierung genau funktioniert, frischte mein Wissen über Datenvermittlung und das OSI-Schichtenmodell auf, beschäftigte mich mit komlizierteren Algorithmen am Beispiel von Wasserleitungen, mit Datensortierung und dem Rest der Division Modulo. Jetzt weiß ich, wofür er gut ist: Man versucht, Daten möglichst gleichmäßig am Speicherplatz zu verteilen und benötigt dazu ein Sortierkriterium, das Häufungen, so weit es geht, vermeidet.
Anschließend kommt ein Ausflug in die Kryptographie und am Ende wird mit Strom gerechnet.
Das Buch ist für mich persönlich eine Bereicherung; und ich habe eine Idee davon bekommen, wie man die Informatik (nicht die Anwendungsprogramme oder das Internet) den SchülerInnen schmackhaft machen kann.
5 Sterne

Abenteuer Informatik Teil 1

Veröffentlicht: 22. März 2009 in didaktik, Geschichte, informatik
Schlagwörter:


Ich habe ein wirklich tolles Buch entdeckt:
Abenteuer Informatik von Jens Gallenbacher, Didaktiker an der TU Darmstadt.
Ich bin ja nur eine „angelernte“ Informatiklehrerin, d.h. ich kenne mich mit Anwenderprogrammen und Webseiten einigermaßen aus, aber mit vielen Grundlagen habe ich mich einfach noch nicht beschäftigt, da sie bei meiner Ausbildung keine Rolle spielten. Und daher meine SchülerInnen auch nicht. Allerdings bin ich neugierig und interessiert und Weiterlernen ist sowieso eine Voraussetzung für dieses Fach.

Wie funktioniert aber ein Computer und vor allem, was steckt hinter den vielfältigen Programmen, die für ihn verfügbar sind? Wie kann unser PC in wenigen Sekunden die kürzeste Strecke von Berlin nach München bestimmen und dabei noch aktuelle Staumeldungen einbeziehen? Wie werden riesige Datenmengen in einem Augenblick sortiert? Woher nehmen die Banken die Gewissheit, dass ohr Portal für Internet-Banking sicher sei?

Fragen dieser Art beantwortet Jens Gallenbacher, indem er auf die Ebenen der Algorithmen führt, und das indem er die LeserInnen am Beispiel einer Straßenkarte die Methoden der Abstraktion und der Gleichformung praktisch ausprobieren lässt, das Ameisen-Prinzip und den Dijkstra-Algorithmus erklärt. Sortierprobleme werden mit Selection-Sort, Bubble-Sort und Tournament-Sort gelöst und wie Wege verglichen. Das Rucksackproblem wird mit dem Füllen einer Schatzkiste angegangen und zu allem gibt es durchdachtes Unterrichtsmaterial, das auch ohne Computer funktioniert. Auch die Geschichte der Informatik kommt kurz vor.
Bisher habe ich vier von zehn Kapiteln durchgearbeitet und bin restlos begeistert. Ich werde mich also sicher noch (mindestens) einmal zu diesem Buch melden.
Ah ja, eine Website und eine CD-Rom gibt es auch.

Teil 2