…ich bin auf der Seite der Schüler….

Veröffentlicht: 6. März 2009 in lehrer, schule
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meinte Bernd Schilcher (Bildungsexperte) und Verfechter der Ganztagsschule.

  1. Ich auch. Ich habe zwei schulpflichtige Kinder.
  2. Und auch auf der Seite der LehrerInnen. Ich bin Lehrerin.
  3. Und auf der Seite der Eltern. Ich bin Mutter.
  1. Ich wünsche mir für meine Kinder die beste Schule. Mit dem 50-Minuten-Unterricht kann es nicht immer getan sein, oft würde das richtige Arbeiten dann erst beginnen. Es wäre auch gut, wenn die LehrerInnen leichter und täglich für die SchülerInnen erreichbar wären, vor allem wenn es um Organisation geht, die nicht direkt mit dem Unterricht zu tun hat. Ich glaube, auch die meisten Kinder hätten gerne eine intensivere Beziehung zu ihren LehrerInnen.
    Was meine beiden nicht wollen: die Ganztagsschule, aber die kennen sie ja auch nicht.
  2. Ich wünsche mir für uns LehrerInnen die beste Schule. Manchmal ist es ganz schön anstrengend zwischen Klassen und Fächern innerhalb weniger Minuten zu switchen. Da ich Deutsch und Informatik unterrichte, verbringe ich relativ viel Zeit in der Schule. Deutsch ist immer vormittags, Informatik (vor allem die Wahlpflichtfächer und die unverbindlichen Übungen) immer nachmittags. Ich brauche die „Freistunden“ dazwischen, um zu gewährleisten, dass in meinem Computerraum immer alles funktioniert und dass meine vorbereiteten Dateien, mit denen meine SchülerInnen lernen und arbeiten sollen, auch im System vorhanden sind.
    Korrekturen und Vorbereitungen für Deutsch mache ich zu Hause und stelle meinem Arbeitgeber – zumindest teilweise – einen Arbeitsplatz und einen PC, die ich beide nicht bei der Steuer absetzen kann, zur Verfügung. Vorteil dabei: ich kann arbeiten, wann ich will – auch um Mitternacht ind am Sonntag ;-).
    Seit meine Kinder am Nachmittag auf sich selbst aufpassen können, erscheint mir ein Arbeitsplatz in der Schule immer verlockender, denn das, was am LehrerInnenSein so richtig schön ist, ist die Arbeit mit den Kindern!
  3. Nahtloser Übergang: „seit meine Kinder auf sich selbst aufpassen können“ – war gar nicht so einfach, die Zeit zwischen 13.00 und 15.00, wenn ich wusste, die zwei sind schon daheim – und ich noch nicht! Danke, dass es damals schon Handys gab. Danke für die Nachbarin, die im Notfall bereitgestanden hätte. Danke Kinder, dass ihr nichts angestellt habt. Dauernd schlechtes Gewissen, und so schnell nach Hause, wie es ging!
    Wär schön gewesen, wenn wir gemeinsam ausgehabt hätten!
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